Nicolas Mantseris, Sprecher der hiesigen Bündnis-Grünen, hält eine Steigerung der Radfahrerquote um rund 15 Prozent durchaus für machbar. Vor allem auf Innenstadtstrecken bis sechs Kilometer sei das Rad gegenüber dem Auto unschlagbar und das bei Null-Luftverschmutzung. „Damit die Neubrandenburger mehr Lust aufs Radeln bekommen, muss die Stadt jedoch die Rahmenbedingungen weiter verbessern und beispielsweise das 1998 beschlossene Radwegekonzept fortschreiben“, erklärte Mantseris gestern Abend bei der Ortsverbandsversammlung.
Hintergrund des Ansinnens ist das von seiner Fraktion anregte Klimaschutzkonzept. Auch die Viertorestadt habe ihren Anteil an der Kohlendioxid-Reduzierung zu leisten, so die Forderung der Bündnis-Grünen. Obwohl aus Sicht der Umweltpartei in der Stadt vieles in puncto Radeln auf den Weg gebracht worden ist, findet sich immer wieder Kritikwürdiges.
So werde der Stellenwert des Radverkehrs an Baustellen zu gering eingeschätzt. Radfahrer absteigen, sei häufig das Einzige, was der Verwaltung einfalle, hieß es. Der Ortsverband spricht sich zudem für mehr Respekt und Rücksichtnahme unter allen Verkehrsteilnehmern aus. Auch dem Umsteigen vom Autos aufs Fahrrad oder andere Verkehrsmittel soll mehr Bedeutung beigemessen werden. Hier seien, wie es hieß, intelligente Lösungen gefragt.
Die Grünen arbeiten gegenwärtig an einer Art digitaler Kritikerfassung. „Ab Mitte August schalten wir eine Webseite, auf der Radler, ihre Probleme mit Verkehrsführungen, Gefahrenstellen, Radwegemängeln und anderen Schwachstellen eintragen, aber auch Anregungen zum besser machen geben können“, informierte Jutta Wegner, Sprecherin des Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte.
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