Nachdem die Überschrift hoffentlich melodisch mitgesummt wurde, hier also die Nachricht:

Die Linkspartei und die Grünen haben einen Vorstoß zur Sicherung der Jugend- und Sozialarbeit im Kreis unternommen. So verlangt die Fraktion der Grünen vom Landrat eine Auskunft, wie er die Kontinuität der Jugendarbeit bis zu einem bestätigten Haushaltsplan sicherstellen will. Dieser sei nicht zum 1. Januar 2012 zu erwarten.

Die Linke hingegen wird in der nächsten Kreistagssitzung dazu auffordern, die Verabredung des Kooperationsstabes zum Thema Jugendarbeit in die Tat umzusetzen und zu beschließen. Nach dieser sollen die Gelder für Jugendarbeit, die im Jahr 2011 gezahlt wurden, in gleicher Höhe weiterfließen, bis der Kreistag eine endgültige Entscheidung zu diesem Thema trifft. Diese Entscheidung soll nach dem Willen der Linken auch auf die Bereiche Kultur und Soziales ausgedehnt werden.

Beide Fraktionen halten es für notwendig, dass die Neubrandenburger Regelung, die Jahreszuschüsse für die Freien Träger der Jugendhilfe in monatlichen Zwölftelbeträgen auszuzahlen, vom Großkreis übernommen wird. Nur auf diese Weise ließe sich die Handlungsfähigkeit der Vereine sichern, da insbesondere die kleineren Vereine nicht in Vorleistung gehen könnten, erklären Torsten Koplin (Die Linke) und Kilian Schneider (Grüne).

Die Jugendamtsleiterin des Großkreises, Anja Zörner, sagte gestern auf Nachfrage des Nordkurier, dass es in der Kreisverwaltung bereits Vorstellungen gebe, wie die Jugendarbeit kurzfristig gesichert werden könne. Man erarbeite eine Richtlinie zu dem Thema. Eine Vollfinanzierung durch den Kreis scheide indes aus – auch die Kommunen müssten sich beteiligen. Zur Zwölftelregelung wollte sie sich noch nicht äußern.