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Vier Mitglieder des Landesvorstands der Linken in Mecklenburg-Vorpommern sind heute nach Informationen der "Bild"-Zeitung durch Unterlagen der Birthler-Behörde als ehemalige Stasi-Mitarbeiter enttarnt worden. Die Vorstandsmitglieder Renate Malchow, Manfred Millow, Karen Stramm und Wolfgang Weiss seien teilweise über viele Jahre für den DDR-Geheimdienst tätig gewesen.

Renate Malchow (58) ist nicht nur Landesschatzmeisterin der Linken, sondern auch Stadtvertreterin in Neubrandenburg, stellvertretendes Mitglied im städtischen Finanzausschuss, stellvertretende Vorsitzende im Rechnungsprüfungsausschuss, stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses, Mitglied der Verbandsversammlung des Sparkassenzweckverbandes der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin und Mitglied der Zweckverbandsversammlung des Musikschulzweckverbandes Kon.centus.

Bisher war nur bekannt, dass der stellvertretende Landeschef der Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern, Torsten Koplin, für die Stasi tätig war. Der Landesgeschäftsführer, Kay Spieß, wollte die Vorwürfe zunächst nicht kommentieren.

Laut Bild-Zeitung verpflichtete sich Renate Malchow am 21. Oktober 1976 handschriftlich als Informelle Mitarbeiterin (IM). Ihr Deckname sei "Ingrid Müller" gewesen. Am 1. Juli 1981 habe sie sich zudem bereit erklärt, dem Ministerium für Staatssicherheit ein Zimmer für konspirative Treffen bereitzustellen. Sie habe vom MfS auch Geschenke und Geld erhalten.

Für eine Stellungnahme war sie bisher nicht zu erreichen, sie weilt im Auslandsurlaub.